Luca Kaiser
Liebe Freundinnen, liebe Freunde!
Es freut mich, dass ich auch hier ein paar persönliche Zeilen über mich an Euch richten kann, ehe der Wahlkampf in die Intensivphase geht.
Ich habe im Juni 2012 in vier Sprachen maturiert und bin schon im September ins Bundesheer eingerückt, um meine Wehrpflicht zu leisten. Wer beim Bundesheer war, weiß wovon ich spreche, wenn ich behaupte, dort Werte vermittelt bekommen zu haben.

Die Stärke einer Gesellschaft, zeigt sich an ihrem Umgang mit den Schwächsten.

Und, man lässt niemanden, niemals zurück, sondern man hält zusammen und hilft einander.
Ich habe dann als Rezeptionist bei einer Jugendherberge gejobbt, um im September 2013 mein Studium in Wien zu beginnen. Es kam für mich nie in Frage, nur vom Geld meiner Eltern zu leben. Schon im Oktober begann ich neben dem Studium zu arbeiten, als parlamentarischer Mitarbeiter.
Als der Hypo-Untersuchungsausschuss dann, als erster solcher nach Minderheitenrecht, installiert wurde, bewarb ich mich als Assistent für die Recherche. Nach nur drei Monaten, wurde ich im Alter von rund 20 Jahren, zum Rechercheleiter befördert. Karl-Heinz Grasser, Wolfgang Schüssel, Harald Dobernig und Wolfgang Kulterer – jeder mit Rang und Namen im Zusammenhang mit diesem Hypo-Schlamassel, saß mir gegenüber.
Nach meiner Tätigkeit dort, kehrte ich zurück an die Universität, arbeitete nur noch 20h, um mein Studium abzuschließen: heuer ist es endlich soweit.

Das Brexit-Votum

Als am 23. Juni 2016, zwei Tage nach meinem 21. Geburtstag das Brexit-Votum seinen bekannten Ausgang nahm und mit ihm bekannt wurde, dass die Jugend, meine Generation, zwar proeuropäisch eingestellt war und ist, aber leider zu nur rund einem Drittel zur Abstimmung ging, entschloss ich mich, wann auch immer der Moment kommen möge, ich werde all meinen Beitrag, für dieses Europa, dass uns allen so viel schenkt, leisten.

Aber wer Europa, wie ich, liebt, der muss es zwangsläufig auch Fairändern wollen.

Wir treten für ein anderes Europa an. Wir wollen ein Europa, dass stets den Menschen in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen rückt, und sich nicht von Lobbyisten von großen Konzernen seine Politik diktieren lässt. Ein Europa der Menschen und nicht der Banken und Konzerne. In Kärnten haben wir gezeigt wie das geht: Gegen die Konzerninteressen von Monsanto und seine Lobbyisten, haben wir, die SPÖ-Kärnten uns auf die Seite der Gesundheit der Menschen gestellt und das Gift, in unserem Essen, verboten, trotz gegenteiliger Lobbyismus-Versuche.

Europäische Errungenschaften

Für ein Europa in dem jedeR auch seinen Beitrag leistet. In dem man es nicht weiter zulässt, dass sich globale Player von der steuerlichen Verantwortung zum kollektiv drücken.
Ein Europa, dass sich von seinen Werten nicht abbringen lässt. Gemeint sind die Errungenschaften der Aufklärung: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Rechtsstaatlichkeit,… Diese Säulen einer jeden liberalen Demokratie, dürfen nicht in Frage gestellt werden, weder von innen, noch von außen.

Europa verteidigen

Wir verstehen uns als progressive Kraft: Entwicklungen sollen idR immer nur nach vorne geschehen. Derzeit gibt es Kräfte die daran arbeiten, uns zurück in die Vergangenheit zu katapultieren, zurück zum Nationalstaat, zurück zu den Grenzen, zurück zur Visapflicht und zurück zu den Militärfriedhöfen. Wir treten dafür an, unser Europa, vor diesen Kräften zu verteidigen und es in die Zukunft, denn in ihr gedenken wir zu leben, weiterzuentwickeln.