Kärnten ist Nettoempfänger!

Insgesamt erhielt Kärnten bislang 2 Milliarden Euro mehr an Förderungen als an Mitgliedsbeiträgen gezahlt wurde.

Dieses Geld wird nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ verteilt, sondern in Kärntner Themen und Schwerpunkten, wie Innovation, Forschung und Entwicklung, Bildung und Wissenschaft sowie Klein- und Mittelbetriebe investiert. 

Sei es bei einem Projekt der Caritas, das gering qualifizierten Frauen im Handel eine neue berufliche Perspektive eröffnen will, das Mädchenzentrum in Klagenfurt, die Heranführung von Langzeitarbeitslosen an den Arbeitsmarkt beim Burgbau in Friesach, die Koralmbahn, die zweite Röhre im Karawankentunnel, die Investitionen von Infineon, der Lakeside Park, der High Pech Campus, aber auch das Haus der Regionen Wolfsberg – EU-Mittel ermöglichen nachhaltige Projekte in ganz Kärnten. 

Kärnten gewinnt mit der Europäischen Union:

Von 1995 bis 2020 profitiert Kärnten mit rund 420,52 Millionen Euro von den strukturellen Förderungen aus der EU-Regionalpolitik. Zu den subventionierten Programmen die mit EU-Mitteln in Kärnten realisiert werden zählen unter anderem: Fazilität Connecting Europe, Erasmus+, Kreatives Europa, Europa für Bürgerinnen und Bürger, Horizont 2020, LIFE, COSME, EuropeAID, EDIC und der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds. Hinzu kommen zahlreiche überregionale Kooperationen gemeinsam mit Kärntens Nachbarn, etwa zusammen mit Südtirol, um Kärntens Weinbaugebiete fit für den Klimawandel zu machen.

Von 2014 bis Juli 2018 wurden rund 94 Millionen Euro an Kärntner Projektpartner genehmigt und ausbezahlt. Damit erhält Kärnten in der aktuellen EU-Förderperiode so hohe finanzielle Mittel wie noch nie aus diesen EU-Programmen.

Das Herzstück

Als besonderer Erfolg der Interessenvertretung für Kärnten auf EU-Ebene muss die Baltisch-Adriatische Achse hervorgehoben werden. Durch intensive Bemühungen Kärntens
gemeinsam mit anderen Regionen seit 2004, konnte der Verkehrskorridor von der Ostsee zur Adria im Kernnetz der Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-V) platziert werden. Die Koralmbahn als Herzstück dieser Verkehrsachse wurde so Teil der europäischen Gesetzgebung.

Mit den Mitteln aus der EU-Regionalpolitik wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Kärntens gefördert: seit 1995 bis 2020 stehen Kärnten für Interreg-Projekte rund 75 Millionen Euro an EU-Mitteln zur Verfügung. Damit wurden und werden grenzübergreifende Kooperationen, z.B. in den Bereichen Wirtschaft, Forschung und Entwicklung, Tourismus, Umwelt, Bildung und Kultur gefördert.

Die langjährige enge Zusammenarbeit Kärntens mit den italienischen Nachbarregionen konnte durch den EVTZ Euregio Senza Confini institutionell gestärkt und ausgebaut werden.
Ebenso wurden die bereits vor 1995 bestehenden Kooperationen im Alpen-Adria-Raum im Rahmen der Alpen-Adria-Allianz intensiviert und weiterentwickelt.

EU- Regionalpolitik

Kärnten profitiert von der EU- Regionalpolitik, was es auch in der nächsten Programmperiode als starke Investitionspolitik für Kärnten zu erhalten gilt. Dabei soll auch sichergestellt werden, dass weiterhin allen Regionen – nicht nur den schwächeren, sondern auch den Übergangsregionen und wirtschaftlich stärkeren Regionen wie Kärnten – Fördergelder zur Verfügung gestellt werden.